SCHWEDEN

Felsbilderreise – nicht nur an Mittsommer

Die Sommersonnenwende gehört zu den mythologisch wichtigsten Tagen des Jahres. Am Vorabend des 21. Juni wird heutzutage an verschiedenen Plätzen der Mittsommerabend gefeiert – auch an der schwedischen Westküste bei Tanum. Passend dazu ist in Zusammenarbeit mit den örtlichen Museen ein einzigartiges Konzept enstanden: eine Felsbilderreise. Die Besucher wohnen dabei in typisch schwedischen Unterkünften und erkunden das Weltkulturerbe wandernd oder mit dem Fahrrad. Per Digitalguide erfährt man Details über den berühmten Vitlyckefelsen und lernt das Leben der Bronzezeit in den umliegenden Museen kennen. Viele interessante und magische Orte liegen ganz in der Nähe, oft nur einen Steinwurf von der Unterkunft entfernt. Schon in der Vorzeit war der längste Tag des Jahres ein hoher Feiertag. Im Vitlycke Museum wird am 21. Juni in ursprünglicher Form die Wiederkunft des Sommers, die Fruchtbarkeit, die Mystik und die Liebe gefeiert. Am Tag bekommt die Maja Ihre schönen Kleider aus grünen Blättern und bunten Sommerblumen. Am Abend wird sie zum Himmel aufgerichtet und es wird getanzt. In der Dämmerung geht man mit Fackeln zum Opferplatz. Die Felsbilderreise ist nicht nur an Mittsommer, sondern vom 1.Mai bis zum 2. November buchbar und beinhaltet Übernachtung und Frühstück, Fahrradausleihe für einen Tag inkl. Kartenmaterial, ein Picknickpaket plus Kaffee und Kuchen im Vitlycke Museum, Digitalguide über das Leben vor 3.000 Jahren, freien Eintritt in die Museen von Underslös und Vitlyke und zehn Prozent Rabatt in den dortigen Museumsshops. (tk)
Informationen unter www.vastsverige.com/de/Felsbilderreise.

Huskyfarm wird 25 Jahre...

... und das will mit einem Open Air Konzert gebührend gefeiert werden! Die Vorbereitungen zum Jubiläumsfest am 09. August laufen auf der Huskyfarm des ausgewanderten Deutschen Björn Klauer auf Hochtouren. Mehrere Musiker sind bereits eingeladen. Die samisch/schwedischen Bands Àra mit Simon Marainen als Bandleader, Lena Jinnegren und Hanna Linaker werden für sowohl traditionelle als auch moderne Töne des Grenzlandes zwischen norwegischer, schwedischer und samischer Kultur sorgen. Damit auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, werden zwei Lämmer und ein Rentier gegrillt. Die Hofbäckerei wird frisches Brot und Brötchen liefern. Die Huskyfarm freut sich am 09. August über regen Besuch, der aufgefordert ist, mit kulinarischen Dingen und/oder Getränken beizutragen.
Weitere Info: www.huskyfarm.de .

DÄNEMARK/SCHWEDEN

Nordische Küche überzeugt

Der dänische Gourmettempel Noma hat sich den Titel des besten Restaurants der Welt zurückerobert. Das ergab die jährliche Befragung von 900 Kritikern durch das briti­sche Magazin »Restaurant«. Das Kopenhagener Haus von René Redzepi führte wie bereits in den Jahren 2010, 2011 und 2012 die Liste der 50 besten Restaurants der Welt an. Das in einem früheren Lagerhaus am Hafen untergebrachte Restaurant ist auf nordische Spezialitäten fokussiert, von Michelin wurde es mit zwei Sternen ausgezeichnet. Bei der diesjährigen »Bocuse d’Or Europe« in Stockholm konnte sich der Schwede Tommy Myllymäki den Titel »bester Koch Europas« sichern. Wer sich die Kreationen des berühmten Sterne-Kochs einmal selbst auf der Zunge zergehen lassen will, hat dazu gleich mehrere Möglichkeiten: Myllymäki wirbelt in Jönköping im Restaurant Sjön um die Töpfe und ist außerdem noch Kreativchef in den Stockholmer Restaurants Sturehof, Riche, Teatergrillen und Taverna Brillo. (tk)

FINNLAND

Erwärmung treibt Vögel gen Norden

Der Klimawandel treibt die Vögel in Finnland weiter nach Norden. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Verbreitungsschwerpunkte um durchschnittlich 1,25 Kilometer pro Jahr nordwärts verschoben. Gleichzeitig sei die Durchschnittstemperatur in Finnland um 1,7 und 1,4 Grad Celsius im nördlichen beziehungsweise südlichen Teil des Landes gestiegen, erläutern Raimo Virkkala vom staatlichen Finnischen Umweltinstitut (SYKE) und Aleksi Lehikoinen vom Finnischen Naturkundemuseum in Helsinki. Passend dazu falle die Verschiebung bei den nördlicheren Vogelarten stärker aus als bei den südlicheren, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt »Global Change Biology«. Die Forscher analysierten über 94 Vogelarten, die seit den 70er-Jahren beobachtet wurden. Im Schnitt haben die verschie­denen Arten den Schwerpunkt ihrer Verbreitung um 45 Kilometer nordwärts verlagert. Bei den nördlichen Arten waren es im Mittel 73 Kilometer, bei den südlichen nur 27 Kilometer. Um sogar bis zu mehr als 100 Kilometer nach Norden gezogen sind Arten wie Birkhuhn, Kampfläufer und Grünling, aber auch Mäusebussard und Kolkrabe. Die Tiere ganz oben im Norden laufen nach Ansicht der Forscher zuneh­mend in Gefahr, aus den nordischen Ländern zu verschwinden: Das Nordpolarmeer begrenzt ihre Verlagerung. (tk)

Bildungssystem an der Spitze

Die Finnen haben immer noch das beste Bildungssystem. Zu diesem Ergebnis kommt der Lehrbuchverlag Pearson in einer Studie. Allerdings laufen Länder in Asien Finnland den Rang ab und belegen im weltweiten Vergleich die ersten vier Plätze. Der finnische Erfolg beruht laut der Studie unter anderem auf dem Ausleseprozess für die Lehrkräfte. Demnach seien diese nicht nur bestens ausgebildet, sondern auch sehr motiviert und gingen in ihrer Arbeit auf. Der Lehrerberuf genießt in Finnland ein hohes Ansehen, so dass Universitäten keine Probleme hätten, geeignete Studenten zu finden. Nur bei den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften gebe es nach Angaben des Finnischen Bildungsministeriums Engpässe. (tk)

ISLAND

Ferienhäuser im Trend

Hotels und Gästehäuser stoßen vor allem in der Hauptsaison an die Grenzen ihrer Kapazität. Eine gute Alternative dazu sind Ferienhäuser in Island. Unter dem Slogan »Roof 'n Route« bietet Nordic Lodges (www.nordiclodges.com) kleineren Gruppen das Übernachten in geräumigen, gut ausgestatteten und schön gelege­nen Ferienhäusern an. Jeweils sonntags und donnerstags kann man das Ferienhaus wechseln und andernorts ein neues Domizil beziehen. Die Ferienhäuser von Nordic Lodges kann man im Internet buchen. Anschließend bekommt man die Koordinaten der Häuser, den Schlüsselcode und die Anfahrtsbeschreibung, auf der Internetseite finden sich zusätzlich Beschreibungen für Tagestouren vom gebuch­ten Ferienhaus aus. Die kleinsten Häuser haben Betten für sechs und die größten für zehn bis zwölf Personen. Bezogene Betten und Endreinigung sind im Preis enthalten. Auf Wunsch sorgt die Geländewagenmietung Isak (www.isak.is) in Zusammenarbeit mit Nordic Lodges für den geeigneten Wagen zu günstigen Preisen. Bequem anreisen kann man von Hamburg, Frankfurt, München und Zürich mit Icelandair (www.icelandair.de). (tk)

NORWEGEN

Walfangquote unverändert

Wenn gleich von den Fangschiffen im vergangenen Jahr lediglich 594 Wale erbeutet wurden, hat Norwegen für 2014 die Walfangquote erneut auf 1.286 Tiere festgelegt. »Das bedeutet Kontinuität für die Walfänger«, sagte die Fischereiministerin Elisabeth Aspakaer. Wie Island auch ist das skandinavische Land nicht dem Moratorium für den kommerziellen Walfang beigetreten. Man macht geltend, lediglich Arten zu jagen, die nicht gefährdet sind, beispielsweise die Minkwale. Nach Worten des norwegischen Greenpeace-Vorsitzenden Trul Gulowsen ist die Quote unnötig hoch. Die Menschen würden mittlerweile lieber Pizza als Walfleisch essen. Die Walfänger selbst begründeten die nicht erreichte Quote mit den weit entfernten Fanggebieten, den hohen Treibstoffpreisen und Engpässen bei der Weiterverarbeitung. (tk)

Oslo-Pass als App

Als erste Stadt weltweit lanciert Norwegens Metropole Oslo ihren Städtepass nun auch als App. Seit Ende April können sich Oslo-Gäste das Ticket für den Städtetrip auch aufs Handy laden. Genau wie mit dem Ticket aus Papier erhalten Besitzer der App freien Eintritt zu mehr als 30 Museen und Sehenswürdigkeiten sowie Rabatte in Restaurants und verschiede­nen Geschäften. Darüber hinaus sind Fahrten im öffentlichen Nahverkehr kostenlos. Den Oslo-Pass gibt es für 24, 48 oder 72 Stunden Aufenthalt. Die App zum Oslo-Pass ist sowohl im AppStore als auch bei GooglePlay erhältlich. Sie kann mit norwegi­scher oder internationaler Kreditkarte im Voraus bezahlt und erst bei Bedarf während des Aufenthaltes aktiviert werden. Die App gibt es bisher nur in englischer Sprache und kann sowohl online als auch off­line genutzt werden. Color Line (www.colorline.de) bietet Überfahrten von Kiel nach Oslo sowie eine oder mehrere Übernachtungen in der norwegischen Hauptstadt ab 159 Euro an. (red)

SCHWEDEN

Angler von Bär attackiert

Ein 80 Jahre alter Mann ist im nordschwedischen Homnabo beim Fischen von einem Bär angegriffen worden. Er war gerade dabei, seinen Fang an Land zu ziehen, als er das sich nähern­de Braunbärenweibchen sah. Das Tier holte den flüchtenden Mann ein und biss ihm in die Schulter und die Ohren, bevor es zu seinen drei Jungen zurückkehrte. Noch vor dem Transport ins Krankenhaus sagte er, ein »Mann aus dem Wald« zu sein und keine Angst gehabt zu haben. Jäger erschossen wenig später im Auftrag der Polizei die Bärenmutter mit ihren drei Jungen. Der Bär, so ein Polizeisprecher, sei durch seinen Angriff eine Gefahr für die Öffentlichkeit und ist deshalb getötet worden. Die Jungtiere habe man keinem Zoo übergeben können, da der Fang von Bären verboten sei und junge Bären ohne Mutter routinemäßig getötet würden. (tk)

Paradies für Freizeitsportler

Das Ferien- und Freizeitzentrum Isaberg (www.isa­berg.com) in Småland lockt in diesem Sommer mit einer Vielzahl von Aktivitäten. Hier kann man Paddeln, Radeln, Mountainbiken, Wandern, Elche beobachten und ziemlich hoch hinauskommen. In bis zu zwölf Metern Höhe führt ein Hochseilgarten durch die Baumwipfel. An 30 unterschiedlichen Stationen balanciert man auf Seilen, klettert und seilt ab oder rauscht an einer Zip-line von Baum zu Baum. Der Hochseilgarten ist ein Erlebnis für die ganze Familie, da sowohl für wagemutige Abenteurer als auch für vorsichtigere Gemüter der passende Schwierigkeitsgrad geboten wird. Auf dem Gelände stehen zahlreiche Hütten sowie ein Hotel zum Übernachten bereit. (tk)

IKEA-Geschäft wird Museum

Der schwedische Möbelgigant IKEA will sein aller­erstes Geschäft in ein Museum umwandeln. Es handelt sich dabei um den Laden, der 1943 im südschwedischen Älmhult eröffnet worden war. Dieser war im vergangenen Jahr durch ein neues Gebäude ersetzt wor­den. Nach Angaben von IKEA-Sprecherin Michele Acuna gebe es beson­ders bei Dänen, Niederländern und Deutschen ein großes Interesse an der Geschichte des Möbelhauses. Das Museum soll 2015 eröffnet werden. Den erhofften 200.000 Besuchern soll darin die Firmengeschichte näher­gebracht werden. Auch die Entwicklung der Möbelstücke ist als Bestandteil der Ausstellung geplant. (tk)

SKANDINAVIEN

Filmförderung läuft weiter

Der »Nordisk Film & TV Fund« unterstützt die skandinavische Filmindustrie in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 52 Millionen Euro. Das bedeutet, dass die Produzenten jähr­lich etwas über zehn Millionen Euro abrufen können, um Kinofilme, TV-Sendungen und Dokumentarfilme herstellen und vertreiben zu kön­nen. Die Summe entspricht der, die auch in den vergangenen fünf Jahren gewährt worden war. Die Stiftung war 1990 von den Regierungen, Nationalen Filminstituten und den Sendern in Island, Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland gegründet worden. Zwei der kürzlich unterstützten Produktionen waren »Kampen om tungtvannet« (»Der Kampf um das Schwere Wasser«) der norwegischen Produktionsfirma Filmkameratene sowie »The Team«, ein Kriminaldrama der dänischen »Nordisk Film Production«. (tk)