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Leserreise mit und 4.-6.12.2009

Sweden

WM im Zuckerstangen-Backen am 22. Juli 2009
150 Jahre Zuckerstangen aus Gränna

Rotweiße Zuckerstangen hat schon Pippi Langstrumpf kiloweise eingekauft. Die Weltmeisterschaft im Zuckerstangen-Backen findet Ende Juli in Gränna im südschwedischen Småland statt, 150 Jahre nach der Erfindung der süßen Leckerei: Die größte je gebackene "Polkagris"-Zuckerstange wog über zwei Tonnen.

SÜSSE GESCHÄFTSIDEE

1859, vor 150 Jahren erhielt Amalia Eriksson im südschwedischen Gränna die Lizenz zum Backen und Verkaufen der ersten rot-weißen Zuckerstangen. Sie war alleinerziehend und sicherte ihre Existenz mit dem süßen Naschwerk, das sie nach dem damals beliebten Polka-Tanz "Polkagrisar" nannte. Heute sind "polkagrisar" eine "weltberühmte" Süßigkeit in Schweden und so typisch für Gränna wie Marzipan für Lübeck oder Lebkuchen für Nürnberg.

WELTMEISTER DER ZUCKERSTANGEN

Die Zuckerstangen-Bäcker von Gränna lassen sich gern auf die Finger sehen und Besucher dürfen auch schon mal selbst Hand anlegen und den Teig drehen, rollen und ziehen. Dann merken sie, wie hart die Arbeit ist für diese süße Sache! Wahrscheinlich hat "Tante Amalia" deswegen so wenig weibliche Nachfolger, denn die meisten Zuckerstangen-Bäcker heute sind Jungs. Die sehen die Arbeit eher sportlich und freuen sich deswegen auch schon auf die Weltmeisterschaft im Zuckerstangen-Backen in diesem Jahr am 22. Juli im Hafen von Gränna. Der Weltrekord von 2003 steht bei einer Riesen-Zuckerstange von 2.158,7 Kilo. - "Polkagrisar" schmecken klassisch nach Pfefferminze. Es gibt sie inzwischen auch in vielen anderen Geschmacksrichtungen und als zuckerfreie Varianten. Am leckersten sind sie ganz frisch, wenn sie noch ein bisschen warm und weich sind.

TANTE AMALIA IM MUSEUM

Das hübsche Städtchen Gränna am Vätternsee hat "Tante Amalia" viel zu verdanken. Ihre Erfindung hat Generationen von Besuchern nach Gränna gelockt. In diesem Sommer zeigt das Stadtmuseum "Grenna Museum" anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums eine Sonderausstellung zum Leben der Amalia Eriksson. Gränna Touristinfo: www.grm.se/turistinfo



INFOS UND KOSTENLOSE BROSCHÜRE
Eine 76 Seiten dicke Info-Broschüre über Småland kann kostenlos bestellt werden auf www.visit-smaland.com.

Deutschland

Junges Gemüse - Design aus Schweden für Kinder und Eltern
5. Juni bis 5. Juli 2009

Ein Gewächshaus für eine lebendige Kinderkultur: Die Ausstellung „Junges Gemüse“ präsentiert schwedisches Design vom Gummistiefel bis zum Schaukelhasen. Schwedische Designer und Hersteller zeigen, wie sie mit innovativen Materialien umgehen und ihnen unerwartete Formen geben. Die Produkte zeugen von der Verbindung des Schönen und Praktischen, der Freude an fröhlichen Farben – und liefern kleine, alltagstaugliche Antworten auf die große Frage, wie wir mit unseren Kindern heute und in der Zukunft leben wollen.

Informationen über die Ausstellung, die Seminare am 11. Juni und 2. Juli sowie den Workshop für angehende Designer auf www.swedishseeds.com

IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin e. V.
Reinhardtstraße 52
10117 Berlin-Mitte
www.idz.de

Dänemark

Vier neue

Dänemark erhält vier neue Nationalparks, die besonders charakteristische Natur- und Landschaftsflächen des Königreiches schützen.
Der insgesamt 180 Quadratkilometer große Nationalpark Mols Bjerge umfasst die von der Eiszeit geformte Hügellandschaft der bis zu 137 Meter hohen Mols Berge und seine Umgebung auf der ostjütländischen Halbinsel Djursland. Wälder, Moore, Strände, Strandwiesen, Landwirtschaft, Dörfer und Herrenhöfe prägen die auch geologisch einmalige Natur. Im neuen Nationalpark, dessen Einrichtung bereits seit dem Frühjahr läuft, leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die international geschützt sind oder auf der Roten Liste Dänemarks stehen.
Gerade begonnen wurde jetzt auch mit Ausweisung und Einrichtung des Nationalparks Skjern Å in Westjütland. Der Fluss Skjern Å gilt als Nordeuropas größtes Renaturierungsprojekt. Rund um den Wasserlauf leben seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die das Gewässer und die offenen Heidelandschaften und Heidemoore der Region als Lebensraum nutzen. Im Fluss ist der Skjernå-Lachs zu finden, der kurz vor dem Aussterben stand. Auch Otter sind zurückgekehrt, und in Skjern Enge brüten zahlreiche Wasservögel.
Dritter neuer Nationalpark wird ab Frühjahr 2009 der Nationalpark Dänisches Wattenmeer. Er umfasst den dänischen Teil des Bioreservates Wattenmeer an der Nordsee zwischen der deutsch-dänischen Grenze und Esbjerg bzw. der Halbinsel Skallingen. Zum Schutzgebiet gehören auch die Inseln Rømø, Mandø und Fanø, das Tal Varde Ådal sowie die eingedeichten Marschgebiete Tjæreborgmarsch, Ribemarsch, Margrethekoog und Tøndermarsch. Im Wattenmeer rasten und nisten alljährlich Millionen von Zugvögeln. Hinzu kommen schützenswerte Fische und Meeressäuger wie Seehunde.
Voraussichtlich ab Herbst 2009 entsteht der vierte neue Nationalpark Kongernes Nordsjælland (Nordseeland der Könige) im Norden der Hauptstadtinsel Seeland. Den Kern des Nationalparks bilden einer der biologisch reichhaltigsten Laubwälder Dänemarks mit Naturwald und Sumpfwäldern, der Gribskov, sowie zwei der größten Seen des Königreiches – der Esrum-See und der Arresø. Beide zeichnen sich durch ein reiches und artenreiches Vogelleben aus. Früher genoss Nordseeland die besondere Gunst der dänischen Könige. Davon zeugen noch heute die vielen Schlösser wie Søborg, Gurre, Kronborg, Frederiksborg und Fredensborg sowie ihr einzigartiges Jagdwegsystem.
Dänemarks erster Nationalpark ist der Nationalpark Thy im Nordwesten Jütlands zwischen Limfjord und Nordsee.

Info:
Skov- og Naturstyrelsen, Haraldsgade 53,
DK-2100 Kopenhagen Ø,
Tel. +45-7254 2000,
www.skovognatur.dk

Hamsun-Jahr 2009

Pünktlich zum 150. Geburtstag des norwegischen Autors und Literaturnobelpreisträgers Knut Hamsun wird am 4. August 2009 in Presteid, Hamarøy, ein großes Dokumentations- und Vermittlungs-Zentrum eröffnet. Es zeigt Leben und Werk des umstrittenen Literaten. Bereits 1994 war der New Yorker Architekt Steven Holl mit dem Entwurf des Gebäudes beauftragt worden. Im Mai 2008 wurde schließlich auf dem Baugelände in der Nähe der Ruinen jenes Pfarrhofes, auf dem Hamsun einen Teil seiner Kindheit verbrachte, der Grundstein für das 120 Millionen NOK (15,8 Millionen Euro) teure Bauprojekt gelegt. Das offizielle Hamsun-Jahr soll der nationalen und internationalen Aufmerksamkeit für den Dichter Knut Hamsun (4.8.1859 – 19. 2.1952) Rechnung tragen, Informationen zusammenführen und Wissen über Werk und Leben des Autors einem breiten Publikum zugänglich machen. Vier zentrale Veranstaltungen von Februar bis September 2009 in den drei Hamsun-Gemeinden Lom, Hamarøy, Grimstad plus Oslo. Dabei wird mit den vier Orten jeweils ein Werk Hamsuns thematisch verknüpft. Für die künstlerische Professionalität und die dramaturgische Perspektive ist das Riksteatret (Regisseurin Catrine Telle) verantwortlich, für die Organisation die Nationalbibliothek im Auftrag des Kultur- und Kirchenministeriums.

Info:
www.nb.no/hamsun2009,
www.bygg.no (Norwegisch),
www.stevenholl.com (Englisch).

Island

Spurensuche in Island
Fotoausstellung von Claus Sterneck und Tina Bauer in Djúpavík, Island, am 18. Juli 2009

Die deutschen Island-Liebhaber und Fotokünstler Claus Sterneck und Tina Bauer leben und arbeiten längere Zeit in Island. In ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung zeigen sie ihre ganz eigenen Blickwinkel auf die Insel. Zu sehen sind ihre ausdrucksstarken Fotografien in der alten Heringfabrik in Djúpavík. Eröffnung ist am 18. Juli, 14 Uhr.

Civil touch in nature
„Klein ist der Mensch in Island. Die Natur in ihren Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft ist fast übermächtig auf der Nordmeerinsel. Faszinierende Gegensätze entstehen.“ Tina Bauer (32) ist Print- und Foto-Journalistin aus Stuttgart. 2008 lebte sie in Island. In ihren Fotografien nimmt sie die Fährte auf und geht auf Spurensuche – Spuren menschlichen Tuns und Lebens in der weiten, rauen, isländischen Natur. Sie zeigt Spuren menschlicher Zivilisation in der einzigartigen weiten Landschaft der Insel. „Mich fasziniert, wie klein der Mensch zwischen den Naturgewalten der Insel ist, sich unterordnen muss, die Zivilisation fast verschwindet von der Macht der Natur, so dass spannende Kontraste zu sehen sind.“ www.iceland-photography.de

„Ich will mit meinen Bildern ein anderes Island zeigen: mehr Details, aufgenommen aus einer ungewohnten Perspektive, um einen neuen Blickwinkel zu zeigen.“ Claus Sterneck aus Frankfurt am Main verbrachte seit 2003 die meiste Zeit in Island, seit September 2008 lebt und arbeitet er in Reykjavik. Claus Sterneck (38) zeigt auf seinen Fotografien Flächen und Farben, Formen und Strukturen. „Oft gehen diese verloren, da der Betrachter von der Schönheit der Natur – der Landschaft, den Farben und Lichtspielen – überwältigt ist und der Blick auf Details in den Hintergrund rückt.“ Seine kleine handliche Kamera ist quasi sein drittes Auge, „und mein Arm, meine Hand ermöglichen mir etwas aus einer Sicht zu sehen, welche die eigentlichen Augen nicht sehen oder nur schwer erkennen können“, beschreibt er. „Ich sehe etwas – sei es ein Stein, der blaue Himmel, Wellen, Pflanzen – und mein spontanes Gefühl verlangt danach, dieses Etwas mit meiner Kamera festzuhalten. Ich konstruiere nicht die Aufnahmen, richte mich bewusst nicht nach so genannten allgemeingültigen Grundsätzen eines harmonischen Bildaufbaus.“ Dadurch, dass die Aufnahmen aus dem Handgelenk heraus, spontan gemacht werden, entsteht meist eine unausgewogene Bildaufteilung, die beim Betrachter Spannung erzeugen soll. Viele der Aufnahmen sind in und um Djúpavík entstanden, wo er seit 2003 die meiste Zeit seiner Island-Aufenthalte verbracht hat. www.clausinisland.de

Über den Ausstellungsort:
Die Ursprünge des Ortes Djúpavík liegen im Fischfang. Die alte Heringsfabrik, die von 1934 bis etwa 1948 in Betrieb war, birgt heute ein kleines Museum, in dem das Arbeitsleben und der Alltag zur Hochzeit des Fischfangs gezeigt werden. Zudem finden kulturelle Veranstaltungen statt, jährlich während der Djúpavík-Tage im Sommer. Zudem gibt es Ausstellungen und Konzerte – Höhepunkt war 2006 ein Konzert der bekannten isländischen Band Sigur Rós.

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